Keyframes definieren Zustände über die Zeit: von 0% bis 100% beschreibst du Veränderungen, die dein Element flüssig durchläuft. Beginne mit kleinen Effekten, beobachte die Reaktion und steigere Komplexität erst, wenn Struktur und Intention deiner Bewegung wirklich klar sind.
Von Null zu Wow: Grundlagen, die sofort wirken
Die Wahl der Kurve entscheidet über den Charakter deiner Bewegung. Standardisierte Kurven wie cubic‑bezier(0.4, 0, 0.2, 1) wirken organisch, während lineare Varianten technischer erscheinen. Starte mit 200–400 Millisekunden, passe für längere Distanzen an und sammle Feedback von echten Nutzenden.
Leistung zählt: Flüssige Bewegungen ohne Ruckler
Bevorzuge transform und opacity, denn sie werden auf der Kompositor‑Ebene berechnet und umgehen teure Layout‑ und Paint‑Schritte. Vermeide animierte top/left‑Werte, wann immer möglich, und teste kritisch auf schwächeren Geräten oder im Throttling‑Modus.
Biete eine reduzierte Variante deiner Animationen an, wenn das System reduzierte Bewegung bevorzugt. Ersetze große Parallaxen durch kurze Fades oder diskrete Farbwechsel und dokumentiere, welche Effekte abgeschwächt oder deaktiviert werden.
Kontraste, Fokus und Orientierung
Animation soll Orientierung geben, nicht ablenken. Stelle klar erkennbare Fokuszustände sicher, nutze Bewegung zur Hervorhebung wichtiger Veränderungen und vermeide überschießende Effekte, die die visuelle Hierarchie verwischen oder kognitive Last erhöhen.
Ein minimaler Scale‑Impuls und ein kurzes Opacity‑Feedback können die Klickzufriedenheit merklich erhöhen. In einem internen Test stieg die Interaktionsrate leicht, weil sich der Button „lebendiger“ anfühlte. Teile deine Lieblingskurven und wir analysieren sie gemeinsam.
Kette mehrere Animationen, um Rhythmus aufzubauen: Erst ein sanfter Fade‑In, dann eine kurze Positionskorrektur und schließlich ein subtiler Glanz. Plane Pausen bewusst, damit wichtige Zustände wahrgenommen werden.
Fortgeschritten: Steuerung, Sequenzen, Variablen
Mit steps() erzielst du Bild‑für‑Bild‑Effekte, etwa für Schreibmaschinen‑Text oder Sprite‑Animationen. Achte auf klare Frame‑Grenzen, konsistente Geschwindigkeit und eine passende Dauer, damit der Effekt charmant bleibt und nicht hektisch wirkt.
Storytelling mit Scroll und Sichtbarkeit
Sanfte Einblendungen beim Eintritt in den Viewport schaffen Fokus und vermeiden Sprünge. Halte die Distanz gering, die Opacity subtil und die Dauer knapp, damit der Inhalt im Mittelpunkt bleibt und nicht der Effekt selbst.
Systematisieren: Ein Bewegungs‑Leitfaden fürs Team
Dauern‑ und Distanzen‑Skalen
Definiere eine überschaubare Skala, etwa 120, 200, 320, 480 Millisekunden. Längere Wege brauchen mehr Zeit, dürfen aber nicht träge wirken. Verknüpfe Distanzen mit Dauer und dokumentiere Beispiele, damit Entscheidungen reproduzierbar bleiben.
Easing‑Tokens und Benennung
Verwende sprechende Namen für Kurven, zum Beispiel „ruhig‑ein/aus“ oder „spritzig‑ein“. So kommunizierst du Charakter statt Zahlen. Bewahre alle Keyframes und Tokens zentral auf, um Dopplungen zu vermeiden und Qualität zu sichern.
Beispiele, Tests, Pflege
Ein kleines, lebendes Storybook mit Interaktionsbeispielen und Messwerten schafft Vertrauen. Ergänze visuelle Regressionstests, prüfe Kontraste und dokumentiere Varianten für reduzierte Bewegung. Abonniere unseren Newsletter und erhalte eine Vorlage als Startpunkt.
Praxisbericht: Eine Mini‑Animation mit großer Wirkung
Die Startseite wirkte statisch, CTAs gingen im Layout unter. Quantitative Daten zeigten genügend Traffic, aber zu wenige Interaktionen. Das Team vermutete fehlende visuelle Führung und beschloss, mit einem minimalen Bewegungsreiz zu experimentieren.
Praxisbericht: Eine Mini‑Animation mit großer Wirkung
Ein CTA erhielt einen kaum sichtbaren, periodischen Atem‑Effekt: leichtes Aufblenden und ein winziger Scale‑Impuls über 320 Millisekunden, mit einer dezenten Verzögerung nach dem Seitenaufbau. Für prefers‑reduced‑motion gab es eine ruhige Farbbetonung.